Lecker on tour

*Backstuben Feeling vom Feinsten – Ein Besuch bei der Bäckerei Döbbe

16. Juni 2017

{*Werbung: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Kooperationen mit der Bäckerei Döbbe enstanden. Jeglicher Inhalt dieses Artikels spiegelt aber meine persönliche Meinung wieder und meine neu entdeckte Leidenschaft für Backstuben!}

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich denn die Motivation für die Arbeit und Pflege meines Blogs aufbringe. Wenig Arbeit ist das nämlich nicht. Und was soll ich sagen? Neben dem Austausch mit meinen Lesern, sind es Artikel wie diese die mich immer wieder motivieren und mir den Schwung geben mich nach einem 12 Stunden Tag auf der normalen Arbeit mich noch hinzusetzen, Fotos zu bearbeiten und Texte zu schreiben.
Denn ohne Pott.lecker würde ich bestimmt nicht eingeladen werden einmal die Backstube und eine der Filialen der Bäckerei Döbbe zu besuchen.

Anfang des Jahres kam nämlich die Anfrage rein, ob ich denn nicht Lust hätte für eine richtige Ruhrpott Bäckerei einmal einen Artikel zu schreiben. Ich hatte sofort Lust, denn das Thema Brot interessiert mich schon seit längerer Zeit und immer wieder wenn es die Zeit zulässt, versuche ich auch mal Brot selber zu backen. Wie zum Beispiel dieses leckere Roggenmischbrot. Ich bin aber noch absoluter BrotBackLaie und deswegen hat mich umso mehr interessiert, wie das denn die Profis so machen.
Und ich hatte das Glück den absoluten Vollprofi bei Döbbe für meine Backstubenführung an der Seite zu haben. Der nette Kollege unten ist nämlich nicht nur Bäcker, sondern heißt auch Becker. In der ersten Sekunde dachte ich ja er veräppelt mich mit dem Namen. Aber nein, Name ist Programm bei Herrn Becker und wie man auf dem Foto sieht, hatten wir auch eine Menge Spaß an dem Abend. 🙂

Die Backstube befindet sich übrigens in Mülheim an der Ruhr. Der Großteil der über 50 Filialen befindet sich jedoch in Essen und dort habe ich auch eine Filiale besucht. Dazu aber später mehr.
Die Backstube habe ich an einem Freitag abend gegen 21.00h besucht. Ich hätte natürlich auch um 03.00h kommen können. Das war mir dann aber etwas zu früh / spät!? 😉 Von dem her war ich mit der neun Uhr Lösung ganz zufrieden.

Ich muss gestehen, die Backstube selber habe ich mir gar nicht so groß vorgestellt. Das war schon ein etwas größeres Areal und pro Schicht tummeln sich da schon bis zu 20 Mitarbeiter. Die Mitarbeiter selber waren übrigens klasse und haben sich durch meine Kamera und die doch „manchmal“ etwas quirlige Art nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Die Bäckerei Döbbe ist übrigens ein richtiges Familienunternehmen, welches im letzten Jahr bereits 50 jähriges Jubiläum feierte. 1966 eröffnet Anton Döbbe mit seiner Frau Hildegard die erste eigene Filiale in Frohnhausen. Zwei Jahre nach Firmengründung ist die Filiale bereits so erfolgreich, dass eine Zweite eröffnet wird. Seit 1990 führen die Söhne der Firmengründer, Antonius & Ralf Döbbe, das Unternehmen. Kennengelernt habe ich die beiden während meiner Besuche leider nicht, aber wat nich is kann ja noch werden, ne ? 😉

Bei der ganzen Arbeit, die so in einer Backstube ansteht konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen auch mal selber mit Hand anzulegen. Als echter Foodblogger juckt et einem eben inne Finger, wenn drumherum gekocht oder gebacken wird 😉
Das „Ergebnis“ meiner Mitarbeit wurde auch auf Instagram in Form eines Live Videos gepostet. Naja und das Live Video habe ich mir natürlich direkt mal gespeichert und auf YouTube hochgeladen. Den Link dazu findet ihr unter diesem Artikel.
„Unterstützt“ habe ich übrigens den netten Kollegen ganz links auf dem unteren Bild beim Wenden der Brötchen. Ist gar nicht so einfach sag ich euch und so dynamisch wie das beim Profi aussah, sah es bei mir natürlich nicht aus.

In einer Nacht / Schicht werden hier bis zu 60.000 Brötchen hergestellt. Und an einem Wochenende ca. 6.-8.000 Brote, ca. 800 Stuten und diverse andere Gebäcke.
Dafür, dass dies keine kleinen Summen sind, wird hier aber wirklich noch eine Menge mit Hand gemacht. Natürlich steht auch ein Großteil an Maschinen zur Verfügung. Neben Knetmaschinen waren dort auch diverse Fließbänder die das Portionieren der Brötchen übernehmen. Aber gerade beim Brot wird hier noch auf die gute alte Handarbeit gesetzt, wie zum Beispiel das Einritzen der Brote oder das Anbringen des original Döbbezeichen auf den Broten. Auch das Wälzen der Körnerbrote in den Körnern selber wird noch per Hand gemacht.

Eine der Fragen, die während meines Besuchs in der Backstube über Instagram reinkamen, war die Frage nach den Sauerteigen und ob diese denn auch selber hergestellt werden, mit eigenen Sauerteigkulturen. Und jupp, die Sauerteige bei Döbbe sind selbst angesetzten Sauerteige, die aus Mehl, Wasser und Sauerteigkulturen bestehen und dauerhaft in Gärung gehalten werden.

Eine weitere Frage die ihr hattet, war ob die Brötchen immer frisch hergestellt werden. Und ja, es wird jeden Tag in der Backstube gebacken. Es gibt aber auch Rohlinge die in der Backstube hergestellt und dann in die Filialen geliefert und dort aufgebacken werden. Brote werden generell nur in der Backstube produziert.
Und das eine Menge der Produkte in der Backstube gebacken werden, erkennt vor allem am Geruch. Der Geruch in so einer Backstube ist einfach der Hammer.
Ihr liebt den Geruch von frisch gebackenen Brötchen? Multipliziert das Ganze mal 100 und ihr kommt an den olfaktorischen Genuss dran, den ich erleben durfte. ♥ Mein Mann, der in der Rettungsdienst Branche tätig ist, hat schon öfter nachts um 4.00h an der Backstube sich frische Brötchen geholt und mir mehr als einmal von dem Geruch vorgeschwärmt. Seit dem Besuch bei Döbbe weiß ich was er meint. 😉

Wer meine Tour durch die Backstube in bewegtem Bild sehen möchte, muss nur weiter runter scrollen. Auf Instagram nehme ich euch ja meistens mit zu meinen Foodbloggeraktivitäten und ich habe mir überlegt, dass man die IG Storys ja auch speichern und dann hochladen kann. Ich selber schau mir auch immer so gerne Videos an und von dem her versuche ich jetzt immer mal wieder meine IG Storys hier in die Beiträge mit einzubinden.
Vor allem seht ihr dann mal live & in Farbe wie toll ich mit so einem Hygiene Hütchen aussehe. 😉

Kurz vor Ende der Tour durch die Backstube waren dann noch die Croissants fertig und Herr Becker hat es sich nicht nehmen lassen mir ein kleines Kehrpaket für zu Hause mitzugeben. Und soll ich euch was sagen? Gerade aus dem Ofen kommende Croissants schmecken einfach göttlich. Das darf man ja fast nicht sagen, aber an dem Abend hab ich mal eben 4 von den kleinen Kalorienteilchen verdrückt, weil ich mich einfach nicht zügeln konnte. 🙂

Meine Backstuben Tour endete dann genau da, wo auch die Reise der Brote und Brötchen endet, nämlich an der Rampe zu den Auslieferungsautos. Hier steht genau geschrieben, welches Auto welche Filiale mit welchen Brötchen ansteuert und ab 03.00h gehen die Brötchen auf ihre Fahrt und landen in eine der Filialen. Mein Weg hat mich ein paar Tage später in eine der Filialen in Essen auf der Rüttenscheider Straße geführt.

Mein Besuch in der Filiale ging schon gut los. An sich sollte nämlich mein Besuch angemeldet sein für den Tag. Das Personal wusste aber nix von meinem Kommen. Fand ich persönlich jetzt überhaupt nicht schlimm, denn wer mich kennt weiß ja das ich nicht auf den Mund gefallen bin 🙂
Also habe ich mir einen der Mitarbeiter geschnappt, erzählt warum ich hier mit Kamera rumstehe und Fotos machen will und der rief dann kurzer Hand direkt bei der Zentrale an und hat alles abgeklärt. Anschließend drückte er mir noch den Hörer in die Hand mit dem Kommentar, dass Herr Lahm mich noch sprechen möchte. Herr Lahm war richtig nett und hat sich nochmal entschuldigt, dass keiner von meinem Kommen wusste und sagte ich soll ruhig alles probieren, mich wohl fühlen und hinterher noch Brot für nach Hause mitnehmen.
Erst hinterher habe ich erfahren, dass Herr Lahm der Verkaufsleiter von Döbbe ist. Fand ich schon klasse, dass er sich an einem Samstag die Zeit genommen hat und auch persönlich mit mir sprechen wollte.

Das Tollste am Besuch in der Filiale? Dass ich mal HINTER der Theke stehen durfte. Und soll ich euch wat sagen? Das ist mal ne ganz andere Perspektive und hat echt Spaß gebracht. Aber auch da hat es mir wieder in den Fingern gejuckt und ich war kurz davor selber Brot zu verkaufen. Verkauft habe ich dann nix, dafür habe ich mir aber ein paar leckere Brote ausgesucht. Und ungelogen, ich habe dort mein absolutes Lieblingsbrot entdeckt und zwar das „Nussknacker“ Brot. Alto belli könnt ich mich da reinlegen. ♥ Ich steh ja eh auf alles was mit Nuss zu tun hat und in dem Brot sind mehr als die Hälfte Nüsse drin und Konsistenz und Geschmack sind super. Ich bin sogar so begeistert, dass ich nun manchmal Samstag nur nach Essen fahre um mir das Brot zu kaufen. Letztens war ich aber mal zu spät dran und da war es schon ausverkauft. Ihr müsst also früh auf sein, um noch so ein leckeres Nussknacker Brot zu ergattern.

An dieser Stelle auch mal ein (ernst gemeinter !) Aufruf an die Geschäftsführer der Döbbe Bäckerei:
Bitte, bitte eröffnet doch mal eine Filiale in Bochum, damit ich arme Foodbloggerin nicht immer den weiten Weg nach Essen auf mich nehmen muss…. hihi 😉

Das meist verkaufte Brot ist übrigens das Kornpower Brot. Das Kornpower ist ein Brot, welches zu 55 % aus Roggen besteht, ne Menge Körner beinhaltet, wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne & Co. und auch ne Portion Speisequark inne hat. Ich selber hab mir natürlich den Verkaufsschlager mit nach Hause genommen und kann nur sagen, dass das ein wirklich tolles Brot ist.
Zu diesem Brot habe ich auch noch ein Rezept kreiert, welches aber erst übermorgen online geht. 😉

Die Filiale an der Rüttenscheider Straße ist übrigens richtig chick. Die Lampen hätte ich ja so klauen können. 🙂 In Summe ist dies also nicht „nur“ eine Bäckerei, sondern auch echt nen Ort zum verweilen. Als ich die Fotos vom Laden geschossen habe, bin ich auch immer wieder mit der Kundschaft ins Gespräch gekommen und die Gespräche die da entstanden sind, haben mal wieder mein kleines Ruhrpottherz befüllt.
Der beste Spruch des Tages kam dann aber von einem total unscheinbaren Ömaken. Ihr Mann fragte, was ich denn hier machen würde, worauf ich antwortete dass ich schöne Fotos für einen Blogbeitrag versuche zu schiessen. Da kam ganz trocken von der Oma, ohne eine Miene zu verziehen: „Da müssen Sie aber warten bis mein Mann auf´s Klo geht, damit das Foto schön wird“. Made my day 😉

Wenn ihr auch mal diese Filiale besuchen wollt, hier die Adresse:

Rüttenscheider Str. 74
45130 Essen

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 06 – 19 Uhr
Samstags: 06 – 18.30 Uhr
Sonntags: 06.30 – 18 Uhr

Einen ganz herzlichen Dank an die Firma Döbbe für die Einladung!
Der größte Dank geht für mich aber an die Belegschaft. Ich wurde wirklich selten so herzlich begrüßt und betreut. Sowohl von Herrn Becker, als auch von den lieben Kollegen in der Filiale. Ich hatte nicht eine Sekunde das Gefühl, dass ich störe und das ist wirklich nicht selbstverständlich!!!! DANKE ♥ ♥ ♥

Fazit 1: Der Himmel muss eine Backstube sein ♥ Wenn es als Raumduft den Duft der Backstube gäbe, würde es in meiner Wohnung nicht mehr anders riechen. 🙂
Fazit 2: Frische Croissants aus dem Ofen sind einfach der HAMMER. ♥
Fazit 3: Habt ihr schon mal eine Backstube besucht? Und wenn ja, wart ihr auch so begeistert?

TINE VERSUCHT MITZUHELFEN BEIM BRÖTCHEN WENDEN


DIE GANZE INSTAGRAM TOUR DURCH DIE BACKSTUBE

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3 Comments

  • Reply Haydee 16. Juni 2017 at 19:32

    Sehr schön. Ich bin immer für mehr gute Bäcker in meiner Umgebung, daher schließe ich mich dem Aufruf hier eine Filiale zu eröffnen mal definitiv an 🙂
    Und das mit dem guten Duft kann ich bestätigen. Wir hatten früher ein paar Meter von meinem Zuhause entfernt einen Bäcker. Inkl. Backstube im Hinterhof. Hach.. morgens als ich zur Schule ging, duftete die ganze Straße. Das riecht schon toll….

    • Reply Tine 16. Juni 2017 at 22:27

      Ja, der Duft ist einfach großartig ♥
      Und eine ganze Straße die danach duftet hört sich herrlich an. 🙂 🙂 🙂

  • Reply *Kornpower mit lecker Avocado-Pistazien Dip - Pottlecker 19. Juni 2017 at 10:01

    […] drei Tagen habe ich ja über meinen Besuch in der Backstube Döbbe geschrieben. Der Geruch hängt mir immer noch in der Nase und wenn nur ein Duftbaum mit dem Geruch […]

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