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EIN LETZTES STÜCKCHEN WEIHNACHTEN: „KNUSPERN UNTERM WEIHNACHTSBAUM“

7. Januar 2015

Wahrscheinlich bin ich mal wieder die Letzte, die ihren Beitrag zu der Aktion „Post aus meiner Küche“ online stellt. Aber egal – ich finde, es sind leckere Dinge dabei rum gekommen, die man ja nicht nur immer zu Weihnachten zubereiten muss!
Aber ganz auf Anfang. Als ich hörte, dass die Aktion „Post aus meiner Küche“ reaktiviert wurde, war ich Feuer und Flamme. Denn ich liiiiebe es, wenn ein Päkchen vor meiner Tür steht! Das diesjährige Motto lautete „Knuspern unterm Weihnachtsbaum“. Ich habe mich natürlich sofort angemeldet. Nach ein paar Wochen kam dann die Bestätigungsmail und ich habe eine Tauschpartnerin zugeteilt bekommen, für die ich ein Paket aus meiner Küche schnüren sollte. Und ich habe eine tolle Tauschpartnerin erwischt – die liebe Natalya, die mir ein ganz wunderbares Paket geschickt hat! Natalya hat auch einen Blog und schreibt auf Detaille über Food, DIY und Travel.
Wir haben uns dann direkt ausgetauscht, ob es irgendwelche Allergien, Unverträglichkeiten oder anderes besteht und ich hatte „Glück“: Natalya isst alles und hat keinerlei Allergien. Mir fielen sofort 1000 Sachen ein die ich machen wollte, habe mich dann aber für die folgende bunte Zusammenstellung entschieden:

Wintersalz
Geröstete Kichererbsen
Erdnussbutterfudge mit Fleur de Sel
Knusper-Florentiner
Vanillekipferl
Selbst gemachter Met

pottlecker_Knuspern unterm weihnachtsbaum

Da ich sehr gerne auch herzhafte Dinge esse, hatte ich mich entschieden, auch zwei „nicht-süße“ Leckereien mit ins Paket zu packen. Ich selber bin ein riesiger „Salz-Fan“. Deswegen habe ich ein Wintersalz gemischt, welches man für allerlei Gerichte verwenden kann.
Das Mischverhältnis des Wintersalz ist absolut „Pi mal Auge“, folgende Zutaten sind aber enthalten:

Wintersalz
Grobes Meersalz
Glatte Petersilie
Abrieb einer Orange
Sternanis
Zimt
Muskatnuss
Rote Pfefferbeeren

pottlecker_herzhaft

Die zweite „salzige“ Leckerei waren geröstete Kichererbsen. Ich hab sie auf irgendeinem Blog mal gesehen, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht mehr weiß wo. Wie es geht, kann ich euch aber sagen und das ist ja die Hauptsache ;-)

Geröstete Kichererbsen
1 Dose Kichererbsen abschütten und waschen
Auf einem Handtuch verteilen und trocknen lassen
Backofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen
Kichererbsen auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilen
Wichtig: Die Kichererbsen sollten auf keinen Fall mehr nass sein und sie sollten auf dem Blech nicht übereinander liegen
Erbsen ca. 20min im Ofen rösten. Wenn ihr sie noch knuspriger wollt, einfach länger drin lassen!
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2 EL Rapsöl mit Salz & Paprikapulver in einer Schüssel mischen und wer mag noch ein wenig Chilliflocken dazu geben
Die heißen (!) Kichererbsen hinzugeben und alles vermengen.
Abkühlen lassen und nach Wunsch verpacken!

Meine nächste Überlegung war, etwas ganz klassisches ins Päkchen zu packen und zwar Vanillekipferl & Florentiner. Die Vanillekipferl sind jahrelang erprobt und gelingen mir immer. Bei den Florentinern sah es anders aus. Ich habe sie das erste Mal gemacht. Geschmacklich gut, aber visuell was für die Tonne, meiner Meinung nach. Deswegen werde ich das Florentiner-Rezept auch nicht posten, da ich nur Rezepte veröffentlichen möchte, von denen ich WIRKLICH überzeugt bin. Und das Rezept hat mich nicht vom Hocker gehauen. Falls ihr aber ein Florentiner-Rezept in der Schublade habt, welches einen vom Hocker haut: „Her damit“. :-) Bis dahin verrate ich euch mein Vanillekipferl-Rezept

Vanillekipferl
375gr Butter
250gr Zucker
1 Pck. Vanillezucker
-> Butter schaumig schlagen und mit den restlichen Zutaten vermengen
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Prise Salz
1 Ei
-> hinzugeben und verrühren
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250gr Mehl
250gr Speisestärke
125gr gemahlene Mandeln
-> vermengen und anschließend unter die Masse rühren
-> Zu kleinen Hörnchen formen und bei 175 Grad Umluft in den Ofen schieben für ca 8-10 Minuten. (Kommt auf die Größe der Hörnchen an)
-> Noch warm in Vanillezucker wenden

pottlecker-suess

Es steht auf dem obigen Foto aber auch noch etwas ganz besonderes im Hintergrund. Nämlich der selbstgemachte Met von meinem großen Bruder. Er hat vor ein paar Wochen ein großes Faß angesetzt und ich konnte zum Glück noch ein Fläschchen ergattern. Er wurde mit Waldhonig angesetzt und beinhaltet ca. 13% Alkohol. Man kann den Met warm, oder kalt geniessen. Ich für meinen Teil, geniesse den Met am liebsten richtig schön heiß! Falls ihr auch mal in den Genuss kommen wollt, könnt ihr meinen Bruder gerne anschreiben, unter: swiegleb@vodafone.de. Er verkauft auch gerne das ein, oder andere Fläschchen.

pottlecker_erdnussfudge
Mein persönliches Highlight im Paket sind aber ganz klar die Erdnussfudges mit Fleur de Sel! Haben Kalorien wie Sau, aber schmecken Bombe.
Das Rezept habe ich mir von meiner lieben Bloggerkollegin Fee geklaut und es noch minimal abgeändert. Man kann wirklich nur 2-3 essen, denn danach ist man für ne Woche gesättigt. ;-) Aber die lohnen sich!

Als ich in den letzten Zügen war, alles schön zu verpacken und bruchsicher im Paket zu verstauen, kam mein Freund und fragte:“Warum machst du dir eigentlich so ne Mühe, wegen eines Pakets was du einer Person schickst, die du gar nicht kennst?“ Ich muss dazu sagen, dass ich 3 Tage rumgerannt bin wie ne Bekloppte, Koch- und Backbücher gewälzt habe, Verpackungsmaterial gekauft habe und ziemlich aufgeregt war. So richtg ne Antwort konnte ich ihm nicht geben, ausser: „Es macht halt Spaß!“ Und das macht es wirklich. Ich finde gerade den Aspekt toll, dass man einem Menschen den man nicht kennt eine Freude machen möchte. Und der Gedanke, dass irgendwo in Deutschland (in meinem Fall Hamburg), jemand sitzt und sich die gleichen Gedanken wegen mir macht, das lässt mich einfach lächeln und stimmt mich fröhlich!

Pottlecker_Paket ist fertig

Ich habe meinem Paket dann eine gute Reise gewünscht und zwei Tage später mein eigenes Paket von Natalya erhalten. Und es war nicht nur mit tollen Leckereien gefüllt, sondern auch mit kleinen Geschenken. Sie hat mir noch welche von den kleinen Tannenbäumchen geschickt, die ich schon oben auf den Fotos verwendet hatte und ein tolles Teelicht und selbstgemachten Vanillezucker für den mitgeschickten „Matcha au Lait“, Servietten und und und. Ich hab das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen :-)
Aber das ALLER TOLLSTE, war der selbstgemachte Matcha-Baumkuchen. Noch beim auspacken, habe ich angefangen ihn aufzufuttern und er schmeckte köstlich!!!! Natalya konnte es nicht wissen, aber Baumkuchen ist wirklich eines meiner absoluten Lieblingsgebäcke! Ganz lieben Dank nochmal an dieser Stelle!!!!

pottlecker_natalyaspaket

Aber ihr kennt das ja, es läuft nie alles 100% perfekt ab. Und so kam es, dass der doofe DHL-Mann mein Paket nicht abliefern konnte bei Natalya, weil der Nachname nicht zu finden wäre an der Haustür. Es steht aber ein Name dran und der war auch richtig geschrieben. LEIDER LEIDER LEIDER kam es dann so, dass das Paket von Bochum nach Hamburg tuckerte und wieder zurück. Natalya und ich waren beide über die Feiertage ein paar Tage verreist, so dass ich erst im neuen Jahr das Paket wieder losschicken konnte. Ein wenig habe ich auch deswegen den Blogbeitrag auf die lange Bahn geschoben. Soll ja auch weiterhin ne Überraschung sein. Ich hoffe, dass das Paket nun heile und an der richtigen Adresse angekommen ist.

FAZIT 1: „Fremden“ Leuten ein Paket schnüren macht richtig viel Spaß!
FAZIT 2: Nächstes mal bin ich bei PAMK auf jeden Fall wieder dabei!
FAZIT 3: Ich glaube, ich teste beim nächsten mal die Konkurrenz der DHL. Schlimmer als mit dem Hamburg-Paket kann es ja fast nicht kommen.

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2 Comments

  • Reply Das 4-Wochen-Paket – Post aus meiner Küche aka #knuspernuntermweihnachtsbaum | Detaille 19. Januar 2015 at 18:10

    […] mein Paket mit Matcha-Baumkuchen innerhalb der angedachten Zeit pünktlich vor Weihnachten bei Pottlecker ankam, irrte das Paket aus dem Pott umher. Erst wurde mein Name von DHL falsch aufgenommen und das […]

  • Reply SUMMER IN THE CITY - DIE POST AUS MEINER KÜCHE SOMMEREDITION - Pottlecker 29. August 2015 at 09:39

    […] aus meiner Küche“ gelesen habe, hab ich mich gefreut wie bolle Im letzten Winter war ich ja schon mal mit am Start, beim Thema „Knuspern unterm Weihnachtsbaum“. Ach und das hat einfach richtig Spaß gemacht. Obwohl ich es aber nach wie vor für nen bissken […]

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