Beilage Rezepte

    Beste Beilage ever: Maronen Rotkohl

    5. November 2017

    Der Rotkohl und ich hatten ja einen etwas schwierigen Start, denn die ersten 25 Jahre habe ich ihn so gar nicht gemocht. Das lag auch nen bissken darin begründet, dass ich da ein kleines Kindheitstrauma hinter mir habe. Also ich so ca. 5 Jahre alt war, hat mich mein Vatter nämlich bei einem Weihnachtessen gezwungen Rotkohl zu essen. Er war nämlich der Meinung, dass es gar nicht sein kann dass man Rotkohl nicht mag. Ich mochte ihn aber nicht und wenn man dann noch gezwungen wird, kann es schon mal passieren das man dem Vatter schön vor der versammelten Verwandschaft vor die Füße reihert. Das Ergebnis war immerhin, dass ich niemals wieder gezwungen wurde was zu essen was ich nicht mochte. Hehe.

    Maronen Rotkohl

    20 Jahre später habe ich mich dann aber doch nochmal ran getraut und wat soll ich euch sagen? Mittlerweile ist der Rotkohl bei mir nicht mehr vom Weihnachtstisch wegzudenken. Auch mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man immer mal wieder probieren sollte wenn man was nicht mag.
    In den letzten Jahren esse ich neben dem klassischen Rotkohl auch immer mal wieder gerne kleine Abwandlungen, wie dieses Rezept hier, für das ich Maronen und Pflaumen benutzt habe. Die Maronen geben dem Rotkohl noch so eine schöne nussige Note und einen leichten Crunch. Naja und die Pflaumen geben einfach eine leckere fruchige Note mit rein, die meines Erachtens bei einem guten Rotkohl nicht fehlen darf. Bei der klassischen Variante nutze ich dafür gerne Johannisbeer-Gelee oder Saft.

    Maronen Rotkohl

    Maronen Rotkohl mit Pflaumen
    Zutaten – 6 Personen

    • 1/2 Rotkohl
    • 2 EL Butterschmalz
    • 3 Zwiebeln
    • 300 gr Maronen (vakuumiert)
    • 4-6 Pflaumen
    • 100 ml Pflaumensaft (alternativ: Johannisbeersaft)
    • 100 ml Gemüsebrühe
    • 6 Pimentkörner
    • 2 Lorbeerblätter
    • Salz, Pfeffer, Zimt und Muskatnuss

    Zubereitung
    • Rotkohl zerkleinern. Entweder mit einem Messer oder mit einer Küchenmaschine. Ich nehme gerne das Messer, weil ich dann einfach mehr „Kontrolle“ über den Grad der Zerkleinerung habe. Allzu fein gehobelt mag ich den Rotkohl nämlich nicht.
    • Zwiebeln würfeln und in dem Butterschmalz anschwitzen
    • Dann den Rotkohl hinzugeben und unter rühren ca. 2-3 Minuten anschwitzen
    • Pflaumensaft und Gemüsebrühe hinzugeben
    • Pflaumen entkernen und mit den Maronen in kleine Würfel schneiden und zu dem Rotkohl geben
    • Pimentkörner mörsern und mit den Lorbeerblättern dazu geben und den Rotkohl ca. 30-40 Minuten köcheln lassen
    • Wenn der Rotkohl noch zu fest ist und die Flüssigkeit aber schon verkocht ist, einfach noch etwas Saft oder Brühe hinzugeben
    • Den Rotkohl mit Salz, Pfeffer, Zimt und Muskatnuss abschmecken

    Maronen Rotkohl

    Dieser Maronen Rotkohl ist übrigens auch die Beilage für mein Blog-Weihnachtsmenü. Wenn alles klappt, werde ich nämlich jeden Advent einen Teil (m)eines Weihnachtsmenüs veröffentlichen und die Beilage gibt et eben jetzt schon. 🙂 Einfach weil ich da vor ein paar Tagen schon Bock drauf hatte. 🙂

    Maronen Rotkohl

    Wie pimpt ihr euren Rotkohl oder kommt bei euch gar nix rein, ausser eben Rotokohl? Ich freu mich immer über neue Rezepte und Anregungen.

    Fazit 1: Niemals jemanden zwingen wat zu essen, was er oder sie nicht mag.
    Fazit 2: Immer mal wieder probieren. Geschmack verändert sich ja auch, ne? 😉

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    Ich wiederhole es immer wieder, aber wer mich kennt weiß, dass ich nicht so ne süße Nachkatze bin. Ich steh mehr auf die herzhaften Dinge im Leben. #eslebedererfinderdesmettbrötchen 😉 Aber ab und an verirrt…

    15. Oktober 2017